La Tirisia

 

In seinem zweiten Film widmet sich der mexikanische Regisseur Jorge Pérez Solano den Auswirkungen des ungebändigten Machismo in der mexikanischen Provinz, indem er die von Männern ausgehende Gewalt und Ungerechtigkeit ganz aus der Perspektive zweier schwangerer Frauen betrachtet. Ging es in Solanos erstem Spielfilm „Spiral“ um Männer, die zum Geldverdienen ihre Familien zurücklassen, widmet sich sein Drama „La Tirisia“ um die zurückgelassenen Frauen und wie ihre zurückkehrenden Männer mit den Lebenswirklichkeiten umgehen, die sich geändert haben.  Cheba und Ángeles sind beide von Silveste geschwängert worden und müssen nun in einem verständnislosen Umfeld ohne Mitgefühl die schwerwiegende Entscheidung treffen, was sie mit den Kindern, welche ihr Leben zu zerstören drohen, machen werden. Denn während Cheba die Rückkehr ihres im Ausland arbeitenden Ehemannes erwartet, kann Ángeles Mutter nicht akzeptieren, dass ihre Tochter ein Kind von ihrem Stiefvater bekommt. In eindrücklicher Bildsprache wirft Soreno in seinem ruhigen Drama einen genauen Blick auf die festgefahrenen Geschlechterstrukturen und fängt dabei die titelgebende unendliche Traurigkeit seiner beiden leidgeplagten Protagonistinnen ein.

Sonntag 11. Oktober │ 17:30 Uhr, Haus der Jugend
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Mexiko 2015, BluRay, 110 Min. | Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

Regie & Buch Jorge Pérez Solano | Kamera César Gutiérrez Miranda | Schnitt Francisco X. Rivera | Musik Rubén Luengas “Pasatono” | Darsteller Gustavo Sánchez Parra, Adriana Paz, Noé Hernández, Gabriela Cartol, Mercedes Hernández, Alfredo Herrera

Produktion FOPROCINE, Tirisia Cine, Media Luna New Films UG