
Grußworte zum 41. Filmfest Osnabrück

Niedersächsische Staatskanzlei/ Ole Spata
Grußwort des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies für das 41. Filmfest Osnabrück – Festival des Unabhängigen Films
Vom 6. bis 11. Oktober steht Osnabrück wieder ganz im Zeichen des unabhängigen Kinos. In diesem Jahr geht es bereits in die 41. Ausgabe des Filmfests Osnabrück – Festival des Unabhängigen Films. Die Gäste erwartet wieder eine ganz besondere Mischung aus cineastischer Entdeckungsreise, kultureller Vielfalt und gesellschaftlicher Relevanz.
In vier Jahrzehnten gewachsener, international vernetzter Festivalarbeit hat sich das Filmfest Osnabrück zu einer etablierten Filmkunstveranstaltung mit überregionaler Strahlkraft entwickelt. Präsentiert werden sorgfältig kuratierte Produktionen aus aller Welt, die gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen.
Auch in diesem Jahr richtet sich der Blick nach vorn: auf die Förderung junger Talente, auf die filmische Vermittlungsarbeit und auf den internationalen Austausch. Eröffnet wird das diesjährige Festival mit dem Werk „Wiener Blues – The Loneliest Man in Town“. In warmherziger Weise erinnert der Film daran, wie eng persönliche Biografien mit den kulturellen Räumen verbunden sind, die sie geprägt haben. Er macht sichtbar, wie Kultur Orientierung stiften und den Menschen Halt, Ausdruck und Verbundenheit geben kann. Mit dem Abschlussfilm „Fjord“ von Cristian Mungiu wird ein ebenso bewegendes Kinoerlebnis geboten. Der Film zeigt, dass demokratische Gesellschaften nicht nur von gemeinsamen Regeln leben, sondern auch von der Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten und Konflikte auszuhandeln, ohne den Dialog aufzugeben. Dabei wird deutlich, wie wichtig Empathie, Verständigung und Offenheit für den Zusammenhalt demokratischer Gesellschaften sind.
Beim Filmfest Osnabrück erlebt das Publikum unabhängige Filmkunst, die neugierig macht und gesellschaftliche Debatten begleitet. Das Festival eröffnet Räume, zentrale Fragen unserer Zeit differenziert zu reflektieren, eigene Gewissheiten zu hinterfragen und die Perspektive anderer einzunehmen. Hier entstehen Gespräche und neue Gedanken, hier zeigt sich die besondere Kraft des Kinos: Es eröffnet neue Blickwinkel, fördert den Dialog, stärkt die Offenheit und die Freiheit künstlerischen Ausdrucks in einer vielfältigen Gesellschaft.
Das Filmfest Osnabrück zählt zu den wichtigsten Kulturereignissen in Niedersachsen, weshalb ich herzlich gern die Schirmherrschaft übernommen habe. Ich freue mich, dass das Land Niedersachsen durch die langjährige Förderung über seine Filmfördereinrichtung nordmedia einen wertvollen Beitrag zum Erfolg des Festivals leisten kann. Ich danke allen, die das Event ebenfalls unterstützen und dieses kulturelle Highlight mit ihrem Einsatz möglich machen. Dem Organisationsteam wünsche ich gutes Gelingen und allen Teilnehmenden ein inspirierendes Filmkunstvergnügen!
Hannover, im September 2026
Olaf Lies
Niedersächsischer Ministerpräsident
Das Grußwort der Stadt Osnabrück bei der Eröffnungsfeier des Filmfest hielt Robert Alferink, Mitglied des Stadtrats und stellvertrender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Neben der herausragenden Bedeutung des Filmfest und seines Programms für Osnabrücks Rolle als Friedensstadt hob er in seiner Rede vor Allem die Relevanz unabhängiger Kulturräume für eine demokratische, vielfältige Gesellschaft.

Robert Alferink, Stadt Osnabrück
