Filmfest EXTRA — Wiederholung der Gewinnerfilme des 38. Filmfest Osnabrück

Nach fünf Festivaltagen fällt der Abschied vom Filmfest, das am Sonntag mit dem Abschlussfilm „Perfect Days“ von Wim Wenders zu Ende gegangen ist, schwer. Und so gibt es eine letzte Gelegenheit die Gewinnerfilme der 38. Festivalausgaben auf Osnabrücker Leinwänden zu erleben.  

 

Wiederholung des Gewinnerfilms im Wettbewerb um den Friedensfilmpreis Osnabrück

Di. 17. Okt. 18.30 | Lagerhalle 

Etilaat Roz

Afghanistan 2022, 92’, Regie Abbas Rezaie
Dari Originalfassung mit deutschen und englischen Untertiteln 

 

 

Es ist der 13. August 2021. Chefredakteur Zaki Daryabi ruft die Belegschaft der Tageszeitung „Etilaat Roz“ zusammen. Die NATO-Truppen haben Afghanistan verlassen, die Taliban stehen vor Kabul. Die Redaktion des kritischen Blattes muss das Schlimmste befürchten. Wichtige, lebensverändernde Entscheidungen stehen an. Abbas Rezaie, selbst Journalist und Videoreporter, hat die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten in dieser hochproblematischen und gefährlichen Übergangsphase mit der Kamera dokumentiert.  

 

Abbas Rezaies abendfüllender Film heißt wie die Zeitung „Etilaat Roz“ und ist der Träger des Friedensfilmpreises Osnabrück 2023. Vergeben wurde der Preis von einer dreiköpfigen Jury, bestehend aus der Medienwissenschaftlerin Charlotte Bösling, Regisseurin Brenda Akele Jorde und Bildgestalterin Caroline Spreitzenbart. Der Friedensfilmpreis Osnabrück wurde bereits zum 11. Mal von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur gestiftet und ist dotiert mit 15.000 Euro. 

 

Ticket gibt es online und an der Abendkasse. 

 

Wiederholung des Gewinnerfilms im Wettbewerb um den Filmpreis für Kinderrechte

Mi. 18. Okt. 18.30 | Cinema Arthouse 

 

Delegation
(Ha’Mishlahat)

Polen, Israel, Deutschland 2023, 101’, Regie Asaf Saban
Hebräisch/englisch/polnische Fassung mit deutschen Untertiteln   

 

 

Die Jugendjury des diesjährigen Filmfests vergab den Filmpreis für Kinderrechte an „Delegation“ („Ha’Mishlahat“). Asaf Sabans Spielfilm hat gerade auf tragische Weise Aktualität erhalten. Die Klassenfahrt einer israelischen Schulklasse führt nach Polen, wo die jungen Leute die ehemaligen Konzentrationslager besichtigen. Alterstypische Ausgelassenheit trifft auf bewegende Zeitzeugenberichte, jugendliche Entdeckungsfreude führt auf fremde Wege.  

 

Die fünfköpfige Jury merkt an: „Unser Gewinnerfilm verbindet die greifbare Leichtigkeit der Lebensrealität von Jugendlichen mit einer ernsthaften und wichtigen Auseinandersetzung mit generationsübergreifender Erinnerungskultur. Seine Geschichte erzählt er mit beeindruckenden Bildern und Musik, die uns mitgenommen haben.“ Stifter des Preises in Höhe von 2.000 Euro ist die Stadt Osnabrück. 

 

Ticket gibt es online und an der Abendkasse.