
TRANSIT
Film | Di., 26.05.2026 | 19 Uhr | Lagerhalle Osnabrück | Eintritt 6,- € und erm. 5,- €
Filmreihe Geschichte(n) sehen
Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg, deutscher Flüchtling, entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: Ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft.
In Marseille darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Visa für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht, Transitvisa, die raren Tickets für die Schiffspassage. Georg erinnert sich der Papiere Weidels und nimmt dessen Identität an. Er taucht ein in die ungefähre Existenz des Transits. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, der Konsulate, in den Cafés und Bars am Hafen. Er freundet sich mit Driss an, dem Sohn seines auf der Flucht gestorbenen Genossen Heinz. Wozu weiterreisen? Lässt sich anderswo ein neues Leben beginnen?
Alles verändert sich, als Georg die geheimnisvolle Marie trifft und sich in sie verliebt. Ist es Hingabe oder Berechnung, die sie ihr Leben vor der Weiterreise mit dem Arzt Richard teilen lässt, während sie gleichzeitig auf der Suche nach ihrem Mann ist? Der, so erzählt man, sei in Marseille aufgetaucht, in Besitz eines mexikanischen Visums für sich und seine Frau.
Im Anschluss an die Vorführung gibt es die Gelegenheit sich über den Film auszutauschen.
Deutschland, Frankreich 2018, Länge: 102 Min., FSK 12
Genre: Drama
Originalsprache: Deutsch


Szenenbild: K.D. Gruber
Kostümbild: Katharina Ost
Casting: Simone Bär, Joanna Delon
Maskenbild: Kitty Kratschke, Sonia Salazar Delgado
Oberbeleuchter: Christoph Dehmel
Produktionsleitung: Dorissa Berninger
Regieassistenz: Ires Jung, Andreas Meszaros
Kameraassistenz: Florian Trautwein
Fotos: Piffl Medien © Schramm Film
Die Reihe Geschichte(n) sehen nähert sich dem Thema „Erinnerungskultur“ mit den Mitteln des Films. Es geht um Themen wie Krieg, staatliche Willkür, Diskriminierung, Flucht und Vertreibung oder kulturelle und religiöse Identität. Der Fokus liegt auf Spielfilmen, die historische Ereignisse oder jüngste persönliche wie kollektive Erfahrungen verarbeiten. Die Filmreihe ist eine Kooperation zwischen dem Museumsquartier Osnabrück, der Lagerhalle e.V. und dem Filmfest Osnabrück.
Nächster Termin dieser Reihe:
1. September, 19 Uhr, Lagerhalle
