Die Gäste des 41. Filmfest Osnabrück

auch in diesem Jahr bringt das Filmfest wieder Filmschaffende nach Osnabrück. Insgesamt acht Gäste im Langfilmprogramm und zehn Filmemacher*innen aus dem Kurzfilmprogramm werden für Filmgespräche auf dem Festival sein.

Gäste im Langfilmprogramm

Gemeinsam bleiben wir im Gespräch, diskutieren und lernen neue Perspektiven kennen.
Mit Regisseurin Tizza Covi und dem Spielfilm The Loneliest Man in Town eröffnet das Festival am 6. Oktober um 19:30 Uhr in der Lagerhalle. Der Film aus Österreich über den alternden Musiker Al Cook gibt Hoffnung auf letzte Chancen und den Mut zu einem Neuanfang, auch im Alter.

„Wiener Blues – The Loneliest Man in Town“, Regie Tizza Covi, Rainer Frimmel, 2026, © Vento Film

 

Am Festivaldonnerstag begrüßen wir gleich drei Gäste im Langfilmprogramm: Die Produzentin Mirna Everhard stellt die Hybrid-Doku Fantastique in der Sektion Filmpreis für Kinderrechte vor: Hin- und hergerissen zwischen den Anforderungen ihrer Umwelt, versucht die 14-jährige Fanta, neben Schule und Haushalt, ihren Traum als Akrobatin auf Tour zu gehen, nicht aus den Augen zu verlieren. Mit sorgfältig komponierten Bildern begleitet der Film die Heranwachsende bei ihrem Balanceakt. Während Fanta mit zu vielen Aufgaben jongliert, sind Majd und Shafaisal wie gelähmt. Eindringlich und nüchtern erzählt der Dokumentarfilm Wohin mit mir? von den beiden unbegleiteten Minderjährigen Geflüchteten. Mit 17 sehen sie sich allein dem deutschen Asylsystem ausgesetzt, das ihnen keine Perspektiven bieten kann. Regisseur Marvin Menné wird für ein Filmgespräch in Osnabrück sein. Auch aus der Sektion Frieden wird mit Felix Länge am Donnerstag ein Gast vor Ort sein. Der Regisseur präsentiert seinen Dokumentarfilm Driving Europe: Enttäuscht von leeren Versprechungen, schließen sich im Juli 2023 Lastwagenfahrer aus Usbekistan und Georgien zusammen und fordern faire Lohnzahlungen.

„Collapse“, Regie Anat Even, 2026, © Caractères Productions

 

Die israelische Regisseurin und Kamerafrau Anat Even wird am Festivalsamstag ihren Dokumentarfilm Collapse vorstellen. Entlang der israelischen Seite der Grenze zu Gaza dokumentiert sie mit ihrer Kamera verlassene Häuser und Straßen, die heute von Militärfahrzeugen und Bulldozern umgewälzt werden. Über die beobachtenden Bilder legt sich Evens persönliche Stimme: Ihre Gefühle der Ohnmacht treffen auf die Sicht eines Freundes, dessen Haltung sich zunehmend von ihrer eigenen entfernt. Der Film läuft ebenfalls im Wettbewerb um den Friedensfilmpreis Osnabrück. Und am Samstagabend bringen die  

Regisseure Guillaume Maupin und Pablo Guarise mit The Magic City – Birmingham According to Sun Ra den Jazz in die Lagerhalle. Auf den Spuren des Jazzmusikers Sun Ra portraitieren die Filmemacher nicht nur den Musiker, sondern auch die Stadt Birmingham in Alabama.
Mit Renovation blickt das Filmfest am Festivalsonntag nach Litauen. Ilona hat durch eine Baustelle in ihrem Wohnhaus mit ungeplanten Begegnungen und Herausforderungen zu kämpfen. Der Spielfilm aus der Sektion Focus on European Cinema zeichnet das Portrait eines Lebens mit angeknacksten Grundfesten, Zweifeln und dem Willen, neue Perspektiven anzupacken. Der Hauptdarsteller Šarūnas Zenkevičius wird nach dem Filmscreening für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.

„Renovation“, Regie Gabrielė Urbonaitė, 2025, © Studio Uljana Kim/Mima Films/Harald House

 

Gäste im Kurzfilmprogramm

„Moon Unit“, Regie Marlene Tanczik, 2026, © Nils Hohenhövel

 

Zu sieben Kurzfilmen aus dem Abendprogramm und drei Kurzfilmen aus dem Kinderprogramm werden Gäste in Osnabrück erwartet. Am Dienstagabend begrüßen wir in der Lagerhalle das Filmteam des dokumentarischen Kurzfilmes Das Gespenst des Deutschen Theaters  (Regie: Clara Leo), sowie die Regisseurin Marlene Tanczik des Spielfilmes Moon Unit und die Regisseurin Gwenola Heck des Animationsfilmes Gaia.  

Bei dem Kurzfilmprogramm am Donnerstagabend stellen Regisseur Giorgio Dinello und Produzent Nils Rulle ihren Dokumentarfilm Auch du, Genosse über Batus politischen Aktivismus in einer kommunistischen Organisation vor. Während im Spielfilm „Hier“ Regisseurin Zehra Irem Yildiz auf allgegenwärtigen Rassismus in Deutschland blickt.  

Das letzte Kurzfilmprogramm für Erwachsene läuft am Freitagabend in der Lagerhalle. Yan Lin stellt den Spielfilm The Wind in Ash vor und Regisseurin Maryam Esmaeili und Produzent Mostafa Moghaddam präsentieren The Burial of the Black Cat. Beide Spielfilme behandeln Identitätskonflikte und verhandeln gesellschaftliche Voreingenommenheit.

„The Burial of the Black Cat“, Regie Maryam Esmaeili, 2026, © Madakto Pictures

 

Am Festivalsonntag begrüßen wir in den Kinderkurzfilmprogrammen Regisseurin Yali Herbet (Mein Schatten und ich), die Animatorin Fatima Wajid (Stadt im Fuchs) und Regisseurin Laura Gutierrez Ardila, sowie Produzent David Mesa Ruiz des Spielfilmes Wenn sich Dinge verändern. 

Mein Schatten und ich

„Mein Schatten und ich“, Regie Yali Herbet, 2024, © Yali Herbet