
Expert:innen aus der Wissenschaft beim 41. Filmfest Osnabrück
Das Filmfest Osnabrück versteht sich seit jeher als ein Ort, an dem Kultur nicht nur angeschaut und konsumiert wird, sonder an dem auch Austausch stattfindet. Vom 06. bis zum 11. Oktober wollen wir deshalb nicht nur gemeinsam Filme schauen, sondern auch über sie diskutieren.
Zu einigen Filmen des Programms bekommen wir dafür tatkräftige Unterstützung von Expert:innen des Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück. Gemeinsam mit Publikum und Gästen werden wir in den Austausch über die Filme und ihre Themen gehen.
Den Auftakt macht am Mittwoch, 7. Oktober, Ahmed Jemaa aus dem Sonderforschungsbereich „Produktion von Migration“ der Universität Osnabrück. Er begleitet die Vorführung der Dokumentation Everybody to Kenmure Street um 20 Uhr in der Lagerhalle. Der Film erzählt von zwei Männern, die abgeschoben werden sollen, und einer Nachbarschaft, die versucht, dies zu verhindern. Im Anschluss an die Vorführung steht Jemaa für Fragen und Diskussionen mit dem Publikum zur Verfügung.
Am Donnerstag, 8. Oktober, ist Daniel Heinz vom IMIS bei der Dokumentation Driving Europe zu Gast. Der Film beleuchtet die Situation osteuropäischer Lkw-Fahrer. Heinz beschäftigt sich im Rahmen seiner Dissertation ebenfalls mit der Lage osteuropäischer Lastwagenfahrer und stand im Zuge seiner Forschung bereits mit dem Filmteam von Driving Europe in Kontakt. Nach der Vorstellung um 17.30 Uhr in der Lagerhalle wird er mit dem Publikum über den Film und die darin behandelten Themen diskutieren.
Am Freitag, 9. Oktober, begleiten Dr. Johanna Ullmann und die IMIS-Doktorandin Rawnak Dak Elbab den Film A Fox Under a Pink Moon. Ullmann promoviert zu geflüchteten Frauen in Deutschland, Dak Elbab forscht zur Lage syrischer geflüchteter Frauen in Deutschland. Der Film thematisiert den Alltag und Fluchtversuche im Iran. Nach der Vorstellung um 17.30 Uhr im Filmtheater Hasetor stellen sich beide den Fragen der Zuschauer:innen.
Zum Screening von Szenario um 20:00 Uhr, ebenfalls am 9. Oktober, wird der Friedensforscher Dr. Philipp Schulz anwesend sein. Er forscht am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg zu unterschiedlichen Dimensionen von Gewalt, Krieg und Frieden aus der Perspektive von betroffenen Bevölkerungsgruppen und unter Berücksichtigung von intersektionalen Geschlechter-Dimensionen von Konflikt, Frieden und Sicherheit.
Und noch eine Unterstützung gibt es seitens der Universität Osnabrück: Dr. Ulrike Bialas vom IMIS wird per Zoom der Jugendjury Fragen rund um das Thema unbegleitete minderjährige Geflüchtete beantworten. Der Dokumentarfilm Wohin mit mir?, der am Donnerstag, 8. Oktober, um 20 Uhr in der Lagerhalle zu sehen ist, setzt sich mit genau dieser Thematik auseinander. Die Jugendjury entscheidet über die Vergabe des Filmpreises für Kinderrechte der Stadt Osnabrück, der mit 2.000 Euro dotiert.
