Jurys & Wettbewerbe

Auf dem Filmfest Osnabrück werden mit dem Friedensfilmpreis Osnabrück, dem Filmpreis für Kinderrechte und dem Publikumspreis für den besten Kurzfilm am Samstag, den 10. Oktober um 17:30 Uhr insgesamt drei Preise verliehen. Die Preisverleihung ist ein gemeinsamer Moment der Anerkennung: für die Filme, die Debatten angestoßen haben, für die Teams hinter den Kameras – und für ein Kino, das Haltung zeigt.  

 

Friedensfilmpreis Osnabrück

 

Sieben Spiel- und Dokumentarfilme nehmen uns in diesem Jahr mit an Orte, an denen Mut, Widerstand und Hoffnung das tägliche Leben prägen.

 

Die Jury des Friedensfilmpreis Osnabrück

 

 Foto: Mona Dadari

Natascha Cartolaro ist Filmeditorin und Filmemacherin mit Schwerpunkt Dokumentarfilm. Als Editorin arbeitete sie unter anderem an den Kinodokumentarfilmen Die Geheimnisse des schönen Leo von Benedikt Schwarzer und Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten von Eva Vitija. In ihrer Arbeit interessieren sie besonders gesellschaftliche und biografische Umbrüche, Erinnerung und die Frage, wie persönliche Geschichten größere politische Zusammenhänge sichtbar machen können. Neben ihrer Arbeit in der Montage entwickelt sie eigene dokumentarische Filmprojekte und vermittelt dokumentarische und essayistische Filmformen in Workshops. 

 

Natascha Cartolaro is a film editor and filmmaker specialising in documentary film. As an editor, she has worked on, among others,  The Secrets of Handsome Leo by Benedikt Schwarzer and by Eva Vitija. In her work, she is particularly interested in social and biographical upheavals, memory, and the question of how personal stories can shed light on broader political contexts. In addition to her work in film editing, she realises her own documentary film projects and teaches documentary and essayistic film forms in workshops.

 

 

Mirna Everhard (Amsterdam, 1988) ist Produzentin und Regisseurin und lebt in Brüssel. Sie schloss den internationalen Masterstudiengang „Doc Nomads“ für Dokumentarfilmregie mit der Auszeichnung „Cum Laude“ ab. Mirna war bis 2025 Teil der belgischen Produktionsfirma Serendipity Films und arbeitete an Filmen wie „Howling“ (Laura Van Haecke, 2020, u. a. Preis für den besten Kurzfilm beim Palm Springs Short 2021), „Augure“ (Baloij, 2023, u. a. „New Voice“-Preis bei „Un Certain Regard“ 2023), „Ozogoche“ (Joe Houlberg Silva, 2023, Weltpremiere bei der IDFA 2023) und „Fantastique“ (Marjolijn Prins, 2025, Weltpremiere beim Filmfestival von Locarno 2025). Sie nahm u. a. an der IDFAcademy 2021, Less Is More 2022 und dem IFFR RotterdamLab 2023 teil. Derzeit entwickelt sie ihren ersten abendfüllenden Dokumentarfilm und arbeitet als freiberuflich in der Produktionsleitung. 

 

Mirna Everhard (Amsterdam, 1988) is a producer and director based in Brussels. She graduated Cum Laude at the international master DocNomads for documentary directing. Mirna was till 2025 part of the Belgian production company Serendipity Films andworked on films like Howling (Laura Van Haecke, 2020, a.o. prize for best short film at Palm Springs Short 2021), Augure (Baloij, 2023, a.o. New Voice prize at Un Certain Regard 2023), Ozogoche (Joe Houlberg Silva, 2023, world premiere at IDFA 2023) and Fantastique (Marjolijn Prins, 2025, world premiere at Locarno Film festival 2025). She participated a.o. at IDFAcademy 2021, Less Is More 2022 and IFFR RotterdamLab 2023. She currently develops her debut feature length documentary and works as a freelance (line) producer. 

 

 

Foto: Tim Möhring

Marvin Menné ist Dokumentarfilmregisseur und Kameramann. In seiner Arbeit widmet er sich sozialen Fragen und überzeugt durch einfühlsame Porträts von Menschen, deren Perspektiven in der Öffentlichkeit selten Gehör finden. Er ist ausgebildeter Mediengestalter Bild und Ton und schloss 2024 an der Hochschule Mainz seinen Bachelor in Zeitbasierte Medien ab. Seine prämierten Dokumentarfilme wurden auf diversen nationalen und internationalen Festivals gezeigt. Wohin mit mir? ist sein Langfilmdebüt und seine Abschlussarbeit an der Hochschule Mainz. Der Film startet ab Oktober 2026 in den deutschen Kinos. Zurzeit studiert Marvin Menné an der Filmakademie Baden-Württemberg und ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

 

Marvin Menné is a documentary film director and cinematographer. In his work, he focuses on social issues and impresses with his empathetic portraits of people whose perspectives are rarely heard in the public sphere. He is a qualified media designer specialising in image and sound and completed his Bachelor’s degree in Time-Based Media at Mainz University of Applied Sciences in 2024. His award-winning documentaries have been screened at various national and international festivals. Wohin mit mir? is his feature-length debut and his final-year project at Mainz University of Applied Sciences. The film will be released in German cinemas from October 2026. Marvin Menné is currently studying at the Film Academy Baden-Württemberg and is a scholarship holder of the Studienstiftung des deutschen Volkes.

 

Der Filmpreis für Kinderrechte

 

Die vier Beiträge im Wettbewerb um den Filmpreis für Kinderrechte, der traditionell von einer Jugendjury vergeben wird, eröffnen eindringliche Perspektiven auf Kindheit in einer komplexen Welt. Diese Filme zeigen Resilienz und Hoffnung – aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen, die sich ihren Platz in einer oft widersprüchlichen Gegenwart erkämpfen. 

Gestiftet von der Stadt Osnabrück, ist der Preis mit 2.000 Euro dotiert. 

 

Die Jugendjury

 

Die Jury bilden junge Menschen aus Osnabrück, die ihre eigene Sicht auf die Welt in die Auswahl einbringen. Damit spiegelt die Entscheidung, welcher Film das Preisgeld erhält, authentisch die jugendliche Lebenswirklichkeit wider. Die diesjährigen Jurymitglieder werden von einer erfahrenen Filmpädagogin begleitet und im Workshop darauf vorbereitet, filmische Qualität ebenso wie gesellschaftliche Relevanz kritisch und fundiert zu bewerten. Gemeinsam sichten, reflektieren und diskutieren die Jugendlichen die nominierten Filme und küren schließlich den Gewinnerfilm, der im Rahmen der Preisverleihung verkündet wird. 

 

 

Der Publikumspreis für den besten Kurzfilm

 

In diesem Jahr entscheidet in der Sektion der Kurzfilme an 4 Abenden allein das Publikum.  Der mit dem 1.200 Euro dotierte Publikumspreis wird gestiftet vom Studierendenrat der Universität Osnabrück und von Marketing Osnabrück.