Effondrement
Ein Traktor zieht Saatrillen durch ein Feld, während im Hintergrund dunkler Rauch über dem Gazastreifen aufsteigt. Anat Even kehrt kurz nach den Ereignissen am 7. Oktober 2023 in den Kibbuz Nir Oz, ihre einstige Heimat, zurück. Entlang der israelischen Seite der Grenze zu Gaza dokumentiert sie mit ihrer Kamera verlassene Häuser und Straßen, die heute von Militärfahrzeugen und Bulldozern umgewälzt werden. Immer wieder hallen donnernde Explosionen über das Land und vermischen sich mit dem Krächzen aufgeschreckter Vögel. Über die beobachtenden Bilder legt sich Evens persönliche Stimme: Ihre Gefühle der Ohnmacht treffen auf den Dialog eines Freundes, dessen Haltung sich zunehmend von ihrer eigenen entfernt. Der Film stellt die Erfahrung israelischer Betroffener nicht isoliert dar, sondern verbindet sie mit Fragen nach Verantwortung, Macht und der fortdauernden Gewalt in Gaza.
Shortly after the events of October 7th, filmmaker Anat Even returns to her hometown, Kibbutz Nir Oz. She observes the landscape from the Israeli side of the Gaza border: abandoned houses, photographs of those killed or abducted, fields now occupied by tanks and military camps. Even ponders questions of responsibility from an Israeli point of view, power and the destruction unfolding across the border in Gaza.
Sa. 10. Okt., 15.00 | Haus der Jugend
Frankreich 2026, 78’
Dokumentarfilm
Hebräisch/ englischen Originalfassung mit englischen Untertiteln
Regie & Kamera Anat Even | Buch Ariel Cypel, Oron Adar, Anat Even | Schnitt Oron Adar | Sounddesign Philippe Grivel | Produktion Etienne de Ricaud | Distribution Caractères Productions
Zu diesem Film gibt es Content Notes. Mehr dazu hier.