Gräfenhausen. Juli 2023. Hundert Lastwagen stehen da wie Monumente der Verzweiflung. In den Führerhäusern sitzen Fahrer aus Usbekistan und Georgien, deren Hände noch immer das Lenkrad spüren, aber den Versprechungen längst nicht mehr glauben. Zu Hause warten Ehefrauen, Kinder, Eltern – die darauf vertrauten, dass in Europa alles mit rechten Dingen zugeht. Dass Arbeit bezahlt wird. Dass Menschenrechte keine leeren Worte sind. Den Fahrern wurde ein anständiger Lohn versprochen. Bekommen haben sie nichts. Ein Film über den Augenblick, in dem Menschen sich zum ersten Mal erlauben, „Nein“ zu sagen zu einem System, in dem Logistikriesen sich vor fairen Lohnzahlungen drücken und sich hinter Subunternehmern und Gesetzeslücken verstecken. Eine Geschichte, nach der man jeden vorbeifahrenden Lastwagen mit anderen Augen sieht.
Gräfenhausen. July 2023. A hundred trucks stand frozen like monuments of despair. Inside them: drivers from Uzbekistan and Georgia, whose hands still remember the wheel but no longer believe its promises. This is about that moment when a person allows themself to say „no“ for the first time – to a system where logistics giants dodge fair compensation, hiding behind subcontractors and legal loopholes.
D0. 08. Okt., 17.30 | Lagerhalle
Deutschland 2026, 86’
Dokumentarfilm
Deutsch/ englisch/ georgisch/ usbekisch /russische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie & Buch Felix Länge | Kamera Matthias Kofahl, Felix Länge | Schnitt Christoph Hans | Musik Guiliano Loli, Florian Paul, Nils Wrasse | Sounddesign Gerhard Auer | Ton Linus Gramm, Felix Länge, Michael Groß | Mitwirkende Aleko, Edwin Atema, Stefan Körzell | Produktion Lennart Heidtmann, Artur Althen | Distribution Cine Global Filmverleih