Meanwhile in Namibia

„Maybe they want to see if we are humans – or ghosts?“ sagt eine junge Ovahimba-Frau in einer Runde mit anderen Ovahimba-Frauen, nachdem sie leicht bekleidet in einem „Living Museum“ einen Tanz vor deutschen Tourist*innen aufgeführt haben. Während sie eng beieinander in einem kleinen Zelt sitzen, tauschen sie sich über die lüsternen Blicke der weißen Männer aus, die sie mit ihren Kameras filmten. Diese Szene ist nur eine der vielen in „Meanwhile in Namibia“, in der die klare Sicht Schwarzer Namibier*innen den gar selbstverständlich rassistischen Aussagen und Taten von Deutsch-Namibier*innen und Deutschen gegenübergestellt wird. Mittels präziser Montage zeigt Jonas Spriestersbach wie koloniale Denk- und Machtstrukturen im heutigen Namibia fortbestehen und wie sie vor allem in paternalistischer Entwicklungszusammenarbeit den Alltag von Namibier*innen prägen.

 

 

„Maybe they want to see if we are humans – or ghosts?“, says a young Ovahimba woman after performing a dance at a „Living Museum“ and being filmed by white men trying to capture what is underneath her skirt. „Meanwhile in Namibia“ juxtaposes Black Namibian perspectives with racist attitudes, revealing through precise montage how colonial structures persist in present-day Namibia and shape everyday life.

 

 

Mi. 07. Okt., 17.30 | Lagerhalle

 

 

Deutschland, Namibia 2026, 114’

Dokumentarfilm

Englisch/ deutsch/ otjiherero/ oshivambo/ afrikaans/ khoekhoegowab Originalfassung mit deutschen Untertiteln  

 

Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Produktion & Distribution Jonas Spriestersbach | Sounddesign Gini Bialluch | Ton Joel Toromba, Hilma Nangaku, Zita Erffa, Katharina Grote

 

 

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