Der Strom - Unabhängiges Filmfest Osnabrück
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Der Strom

 

(The River)

Jahrzehnte bevor Danny Boyle mit „Slumdog Millionaire“ oder Wes Anderson mit „The Darjeeling Limited“ den exotischen Reizen Indiens verfielen, folgten westliche Regisseure dem Ruf der rauschenden Farben des Subkontinentes. So realisierte Jean Renoir seinen allerersten Farbfilm in Indien. Visuell und inhaltlich beeindruckt der im Jahr 1951 uraufgeführte „Der Strom“ dabei als assoziativ erzähltes, poetisches Drama im bezaubernden Technicolor. Am Ufer des Ganges, der als zentrales metaphorisches Element für den unüberwindbaren Kreislauf des Lebens steht, lebt die jugendliche Henriette, die als Erzählerin durch die Geschichte führt. Die Faszination Renoirs für die indischen Rituale und Traditionen wird dabei in den vielen dokumentarisch anmutenden Sequenzen ersichtlich. Fast nebenbei widmet sich „Der Strom“ der indischen Kultur, der Kolonialzeit und dem Kastensystem, während sich Henriette und ihre beiden etwas älteren Freundinnen in einem paradiesischen Garten um einen introvertierten amerikanischen Offizier bemühen, der seinen düsteren Kriegserinnerungen zu entfliehen versucht.

 

Sonntag, 11. Oktober │ 11 Uhr, Lagerhalle

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Frankreich/Großbritannien/Indien/USA, 1951, BluRay, 99 Min. | Englische Originalfassung mit englischen Untertiteln

Regie Jean Renoir | Buch Jean Renoir, Rumer Godden (basierend auf einem Roman von Rumer Godden) | Kamera Claude Renoir | Schnitt George Gale | Musik M. A. Partha Sarathy | Darsteller Thomas E. Breen, Patricia Walters, Radha, Adrienne Corri, Arthur Shields

Produktion Oriental International Films | Distribution Deutsches Filminstitut (DIF)