Eine gefangene Frau - Unabhängiges Filmfest Osnabrück
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Eine gefangene Frau

(Egy nö fogságban)
 
Die 52-jährige Ungarin Marish arbeitet 20 Stunden am Tag – als Sklavinlebt sie mit ihren Unterdrückern unter einem Dach und fristet ein schmerzvolles Dasein. »Sie bekommt doch Essen und ein paar Zigaretten!« Eta kommt sich, angesprochen auf die Lebensbedingungen ihrer Haushälterin, spendabel vor. Tatsächlich ist Marish nicht viel mehr als Haut und Knochen. Sie isst, was von ihren gekochten Mahlzeiten übrigbleibt und schläft vier Stunden pro Nacht. Ihren Lohn aus der Fabrik muss sie abgeben. Ermutigt durch die Filmemacherin, schmiedet sie einen Fluchtplan. Sie will zu ihrer Tochter. Tuza-Richter hat sich mit ihrem Film einer Thematik angenommen, die bislang nur wenig Aufmerksamkeit fand. Ihre Bilder zeigen anhand eines individuellen Beispiels, was man sich nicht vorstellen kann: Schätzungsweise 1,2 Millionen Sklaven leben in Europa. Angst und Unterdrückung sowie fehlende Kenntnis der eigenen Rechte sorgen dafür, dass sich an den Zuständen nichts ändert.
 
Samstag, 20. Oktober | 20:00 Uhr, Haus der Jugend
 

 
Ungarn 2017, Blu-ray, 89’ Ungarische Originalfassung mit englischen Untertiteln
 
Regie, Buch, Kamera, Schnitt & ausführende Produzentin Bernadett Tuza-Ritter | Musik Csaba Kalotás | Ton Támás Bohács, Márton Kristóf
 
Produktion Éclipse Film, Corso Film | Distribution Partisan Filmverleih